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Tipp von Malu Schäfer-Salecker

Wie bekomme ich die richtigen Follower bei Twitter?

Ich werde immer wieder gefragt: “Wie bekomme ich bei Twitter die Follower, die ich haben möchte?”  Man muss seine gewünschte Zielgruppe auf Twitter geradezu animieren einem zu folgen. Das ist leider nicht so einfach wie manche “Social Media Experten” einem weiß machen wollen. Wer Ihnen verspricht, innerhalb weniger Wochen über 20.000 Follower zu haben, wird das Ziel sicherlich erreichen. Aber welche Follower sind das? Meist “gekaufte” oder “automatisch” herbeigeführte.

Gut Ding will Weile haben

Ich möchte Ihnen eine kleine Anleitung geben, wie Sie zu den Follower kommen, die an Ihren Nachrichten (Tweets) interessiert sind, die Sie lesen und mit Ihnen ins Gespräch kommen (wollen).

  • Legen Sie für sich eine Zielgruppe fest und suchen Sie Twitterer aus dieser Zielgruppe. Das geht am besten über die Suchfunktion oder schauen Sie, wem andere folgen.
  • Folgen Sie diesen Twitterern.
  • Jetzt nehmen Sie sich pro Woche drei dieser Wunsch-Follower vor und lesen deren Tweets regelmäßig. Tipp: legen Sie für diese eine Liste an, so müssen Sie nicht lange nach deren Tweets suchen.
  • Wenn diese einen Post schreiben, der Sie zur Antwort anregt, sei es zur Beantwortung einer Frage oder einen Kommentar, dann antworten Sie, höflich und kompetent. So machen Sie auf Ihr Know-How aufmerksam.
  • Denken Sie daran, dass die Antwort, dem Follower wirklich einen “Gewinn” bringen sollte. Nicht einfach ein “Sehe ich genauso!” schreiben.
  • Bleiben Sie mit diesen Twitterern regelmäßig im Gespräch. Auch wenn es anfangs für Sie eher einseitig zu sein scheint.
  • Nicht verzagen, wenn er oder sie nicht antwortet. Es “rutscht” manchmal in der Wahrnehmung etwas durch. Ich habe manch interessante Twitterer auch erst nach der 5 Antwort wahr genommen
  • Bitte nicht zu oft antworten, sonst werden Sie schnell als Spamer geblockt.
  • Und wenn Sie nach 4 Wochen merken, er folgt Ihnen immer noch nicht, nicht gleich entfolgen. Dann zeigen Sie, dass Sie doch nicht an ihm oder ihr interessiert sind.
  • Wenn der Wunsch-Twitter Ihnen aber folgt, sollten Sie nicht gleich mit einer “Begrüßungs-DM” nerven. Manche entfolgen daraufhin gleich wieder
  • Danach den Kontakt weiter ausbauen, pflegen und sich an dem guten Austausch freuen.

Mit dieser Vorgehensweise habe ich einige meiner Wunsch-Follower bekommen und stehe in gutem Austausch. Wir ergänzen uns fachlich, hier kann man um Rat fragen und Kunden habe ich so auch gewonnen, nur eben nicht „im Vorbeigehen“.

Die “Kür”: wie baue ich eine Beziehung zu meinen Twitter-Follower auf?

Beziehungsmarketing ist an sich nichts Neues, es muss nur auf die Struktur und Rahmenbedingungen von Twitter adaptiert werden. Das ist kein Hexenwerk. Schauen wir uns mal die “Stufen der Beziehung” an:

Der erste Schritt „Zuhören“ ist auf Twitter sehr wichtig, um ein Gespür für die Kommunikation in diesem Sozialen Netzwerk zu bekommen. Wenn Sie auf eine Veranstaltung gehen und sich in der Pause zu einer Gruppe Menschen gesellen, fangen Sie auch nicht gleich an zu reden, sondern hören erst mal zu. Oder?

Gespräche führen

Als nächster Schritt kommt die Stufe „Mitreden“, d.h. ich schließe mich dem Gesprächsfluss an. Ein „Gespräch“ führen ist meiner Meinung nach mehr als Mitreden. Mitreden ist eher Geplauder, etwa wie ein Small Talk. Dieser hat sicher eine wichtige Funktion und sollte nicht vernachlässigt werden. Mit Hilfe von Small Talk lerne ich Menschen kennen, erfahre etwas von den Einstellungen meines Gegenübers, seinen Vorlieben und Hobbies. Daran lassen sich immer wieder intensivere Gespräche anschließen.

Wenn Sie auf Twitter Follower treffen, die Sie schon etwas kennen, mit denen Sie bereits lockeren Austausch hatten, freuen Sie sich! Sie können an einem Punkt erneut anknüpfen und etwas intensiver ins Gespräch kommen. Gespräche ermöglichen es Ihnen über einen längeren Zeitraum am Thema zu bleiben, es aus gegebenem Anlass immer wieder aufzugreifen. Sie können dabei auch Ihre Dienstleistung dezent ins Gespräch bringen, wenn es zum Thema passt. Selbstverständlich, dass Sie das nur tun, wenn es zum Thema passt, damit bleiben Sie authentisch und zeigen Professionalität.

Nach guten Gesprächen, baut sich langsam eine Beziehung auf, die auf der weiteren Stufe von Vertrauen geprägt ist. Erst hier kommt vielleicht ein „Geschäft“ zustande, entweder direkt oder meist durch Empfehlungen. Twitter selbst ist für die Wenigsten eine Vertriebsplattform, wie meiner Meinung nach kein Soziales Netzwerk eine ist. Mit Twitter können Sie Reputation aufbauen, sich als Expertin positionieren und Kontakte finden, die Sie dann später bei Veranstaltungen treffen können.

Und nun viel Spaß beim Twittern!

Ihre Malu Schäfer-Salecker

(www.salecker-marketing.de)

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